20. Februar 2021

Nun befinden wir uns schon in der dritten Woche nach dem Decken. Nachdem wir in Darmstadt fast zwei Wochen im Dauerregen verbracht haben, konnten wir eine Woche Winterwetter mit Schnee und Sonne genießen. Das hatten unsere Mädels schon lange nicht mehr. Und so waren wir viel draußen. Aber heute ist der Frühling im Norden angekommen. Ein ganz anderes Bild beim Reviergang. 


Eigentlich kann man noch nicht sagen, ob Tali nun trächtig oder scheinträchtig ist. Wir finden aber, dass sie einen  einen sehr trächtigen Eindruck macht und einige Dinge sind wirklich deutlich anders als sonst nach den Läufigkeiten.

So das Thema „ Hunger“ . Das ist bei Tali sehr auffällig. Sie lungert auffällig oft in der Küche rum. Es könnte ja was abfallen. Auch draußen sucht und findet sie die Brötchen, die die Kinder im Gebüsch entsorgen. Normalerweise  liefert sie so einen Fund brav ab. Nun versucht sie schnell alles Essbare runterzuschlingen. 

Richtig mit den anderen rumrennen ist gerade auch nicht mehr so bei ihr angesagt. Sie schläft viel, putzt sich viel und schaut manchmal ganz verträumt durch die Gegend. Außerdem ist sie auffällig anhänglich und will am liebsten ständig auf dem Schoß sitzen. 


Laut Trächtigkeitskalender würden sich in den nächsten Tagen die Keimbläschen (sog. Blastozysten), die sich bereits seit einigen Tagen in Gebärmutter befinden, in der Gebärmutterwand festsetzen. Manchen Hündinnen soll es in dieser Zeit durch die hormonellen Umstellungen etwas schlecht sein, so dass sie in dieser Zeit auch schlechter fressen. Wir sind gespannt, ob wir in den nächsten Tage diese Beobachtung machen können. Unter Appetitlosigkeit leiden unsere ewig hungrigen Labradore nämlich eigentlich nie. 
Mal sehen, was wir bei Tali beobachten können. Millie ging es in der Zeit nach dem Fressen irgendwie nicht so gut. Das war aber nur vorübergehend und legte sich schnell. 


 


11. Februar 2012

Die aufregenden Tage liegen  hinter uns. Nachdem wir durch Progesterontests festgestellt haben, dass Tali ovuliert hat und alle körperliche  Anzeichen der Standhitze zeigte, durfte Tali sich mit Xeno treffen . 

Sie durften frei ihr Paarungsspiel von rennen, stehenbleiben, aufreiten, Öhrchenlecken etc.  spielen und so vergnügten sie sich miteinander, bis es zum Deckakt kam. Die beiden haben in Monis und Stephans Garten fast einen Flurschaden verursacht ;-) . Nun hoffen wir auf Welpen, die Anfang April um die Osterzeit fallen werden. 

 

24 .Januar 2021 

Es ist nun wirklich aufregend. In der Läufigkeit hat Tali die erste Impfung gegen Herpes erhalten.  Eine zweite Impfung bekommt sie 10 Tage vor Wurftermin. Herpes ist eine gefürchtete Krankheit, die für erwachsene Hunde völlig harmlos ist, aber wenn neugeborene Welpen daran erkranken, so verliert man alle Welpen. Es ist für Züchter fürchterlich mitzuerleben, dass man erkrankten Welpen nicht helfen kann und nur machtlos zusehen muss, wie die Welpen qualvoll sterben.

Deshalb ist es für uns wichtig, die Hündin dagegen zu impfen. Glücklicherweise hat unser Tierarzt rechtzeitig für uns den manchmal raren Impfstoff besorgt. 

 

17. Januar 2021

Mit der Läufigkeit fängt bei uns Züchterinnen nun die spannende Zeit an,  denn nun sind die alle Planungen rund um den nächsten Wurf geschehen. Bis eine Hündin eine Zuchtzulassung erhalten kann ist es ein weiter Weg.  So müssen zunächst einmal alle gesundheitliche Vorraussetzungen erfüllt sein.

Die Hündin muss HD/ED frei sein.

Leider ist der Labrador auch eine Rasse, bei denen häufig verschiedene Erbkrankheiten auftreten können. Deshalb ist auch absolut nötig, dass wir anhand von fünf verschiedene Gentests feststellen können, dass die Zuchthunde frei von diesen Krankheiten sind, bzw. wir nun die Möglichkeit haben, Trägertiere (N/m)  mit freien Labradors ( N/N) zu verpaaren . So stellen wir sicher, dass diese gefürchteten Krankheiten nicht auftreten können. Labradore, die Träger dieser Krankheiten sind,  können nicht an diesen Erbkrankheiten erkranken. Würde man aber zwei Trägertiere verpaaren, so besteht die Möglichkeit, dass Labradore an diesen Erbkrankheiten leiden werden. Dieses ist DRC/ LCD mit den strengen Auflagen zum Glück ausgeschlossen. 

Für jeden Zuchtlabrador muss im DRC /LCD  auch durch ein DNA-Profil, welches ihn als unverwechselbar und einzigartig identifiziert, angefertigt werden.

Eine aktuelle Augenuntersuchung, die alle zwei Jahre wiederholt werden muss, stellt sicher, dass wir ausserdem nur mit Hunden züchten, die augengesund sind. 

Dieses sind nur die gesundheitlichen Aspekte, die aber in der seriösen Labradorzucht, einen zu Recht, sehr  hohen Stellenwert haben. 

Weiter möchten wir auch sicherstellen, dass unsere Labradors vom Wesen und von den Anlagen rassetypisch sind.

Dieses wird bei einem Wesenstest, die die Retriever ab Vollendung des 12. Lebensmonat ablegen, festgestellt. Auch der Wesenstest ist verpflichtend für Zuchtlabradors. Im DRC muss ein Labrador zudem mit einer retrievergemäßen Prüfung nachweisen, dass er von Veranlagung auch das erfüllen kann, was wir uns von einem Jagdhund wünschen. 

Zuletzt, aber nicht als unwichtigen Punkt, sollen rassentypische Vertreter ihrer Rasse eine Zuchtzulassung erhalten. Beim Formwert wird detailliert der Labrador im Gebäude, Ausdruck, Gangwert beurteilt. Auch der Zahnstatus wird festgestellt. Eine, auch minimale Kieferfehlstellung, ( Rückbiss)  die einen Hund vermutlich lebenslang nicht behindern  wird, führt dazu, dass eine Zuchtzulassung nicht erteilt wird. 

Fehlende Zähne, wie häufig die rudimentären P1, oder M1, hingegen haben keinen Einfluss auf die Zuchtzulassung.  Allerdings gibt es Auflagen, wenn P4/P3 fehlen sollten. 

So wird deutlich, dass sicher immer Glück zur seriösen Rassehundzucht gehört, ABER eben auch durch viele Zuchtbestimmungen, die ständig in den Zuchtordnungen des DRCs angepasst werden, mit gesunden, rassentypischen Labradoren gezüchtet wird.

 

Da wir aber nicht nur die "Minimalvoraussetzungen" , die wie gerade dargestellt,  auch nicht so "minimal" sind erfüllen wollen, haben wir für unsere Hündinnen mit einem nicht verpflichtenden Herzultraschall für unsere Rasse, dem Labrador, ebenfalls sichergestellt, dass unsere Zuchthündinnen frei von Herzerkrankungen sind.

 

Ein für uns als Jägerinnen ,die auch viel Spass mit ihren Hunden bei der Dummyarbeit haben ( bester Ersatz für nichtjagdliche Arbeit bei einem Retriever),   ist natürlich wichtig , dass sich unsere Labradors nicht nur jagdlich mit viel Freude bei der Arbeit sind, sondern, dass sie auch viel Spass bei der gemeinsamen Dummyarbeit haben.

Dieses haben unsere Zuchthündinnen sowohl bei Jagdprüfungen, wie auch bei Dummyprüfungen und WTs bewiesen. 

Zu guter Letzt, sind natürlich auch unsere Zuchthündinnen einfach nur Familien- und Begleithunde. Da gehört es für uns auch zum guten Ton, dass sie eine VHD- Begleithundeprüfung abgelegt haben müssen.

 

Nun lange Rede, alle diese Voraussetzungen erfüllten Tali und Alani im Alter von 2,5 Jahren und nun ist es soweit, der Deckrüde ist ausgewählt, Tali ist läufig: Die spannende Zeit beginnt und hiermit die Freude auf unsere ersten Welpen aus Tali, die für uns, als selbstgezogene Hündin, auch ganz besonders sind.