Ernährung

Schon vor 30 Jahren habe ich mit meinen Irish Wolfhounds  sehr gute Erfahrungen mit der, wie man damals sagte, „Frischfleischfütterung“ gemacht. 

Bei dieser Rasse kam es, wie bei vielen anderen großen Hunderassen, häufiger zu Magenumdrehungen, die zur damaligen Zeit leider immer tödlich ausgingen. Bei frisch gefütterten Hunden reduziert sich die Gefahr deutlich.

Damals hätte ich noch nicht gewagt, einen jungen, großwüchsigen Hund ausschließlich mit Frischfutter aufzuziehen. Viel zu groß war noch die Angst, einem Hund mit derartig rasantem Wachstum Mangel ernähren. Also bekamen meine „Wölfe „in der Aufzucht“ nur ab und zu in den Genuss frisches Futter zu fressen.

Mittlerweile haben so viele Züchter und Hundebesitzer sehr gute Erfahrungen mit der Frischfütterung gemacht, dass man bedenkenlos mit dem richtigen Konzept Hunde jeden Alters ausgewogen, vollwertig und gesund ernähren kann. 

 

Deshalb werden wir unseren Wurf ausschließlich mit Rohfütterung aufziehen.

 

Die Futterpläne sind genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Alters der Welpen abgestimmt. 

Sobald  die Kleinen zugefüttert werden, bekommen sie als erstes Ziegenmilch mit Zusätzen, dann einen Hirsebrei aus Ziegenmilch und Ziegenkefir. 

Später folgen dann gewolftes Fleisch, püriertes Gemüse/Obst, Eier, Ziegenkefir etc. Nach und nach werden verschiedene Fleischsorten eingeführt,. Es werden altersgemäß auch größere Fleischbrocken angeboten, die die Welpen fordern ihr Gebiss einzusetzen. 

 

 

Uns liegt es fern, jemanden zu missionieren, dennoch wollen wir die Vorteile von einer frischen Ernährung gerne mitteilen und würden uns freuen, wenn unsere Welpen in ihrem neuen Zuhause auch frisch gefüttert werden. 

Wir sehen folgende Vorteile in der Rohfütterung, auch BARF genannt:

  • Man weiß, was man verfüttert
  • Das Futter kann individuell zusammengestellt werden, und der Anteil an Fleisch, Fetten Gemüse, eventuell Getreiden, kann entsprechend der Aktivität und den Wachstumsprozessen zusammengestellt werden.
  • Die Gefahr einer Allergieentwicklung, hier besonders die Futtermilbenallergie (Milben finden sich in jedem Fertigfutter) zu nennen, ist reduziert. Die Aufnahme undefinierbare Futterzusätze, wie hochdosierte Vitamine, Füllmittel, Zusatzstoffe der Produktion, die den Fertigfutter zugesetzt werden und im Verdacht stehen, Allergien hervorzurufen, kann mit Rohfütterung verhindert werden.
  • Rohfutter enthält ausreichend Flüssigkeit, so dass eine zu geringe Wasseraufnahme, wie es zum Teil bei der Trockenfutterfütterung vorkommt, ausgeschlossen ist.
  • Das Verdauungssystem der Hunde wird dementsprechend  gefördert, wenn auf hochaufgeschlüsselte und verarbeitete Futtermittel verzichtet wird. Die Magensäure der rohgefütterten Hunden ist intensiver.
  • Magenumdrehungen, die gerade bei großwüchsigen Rassen vorkommen, sind bei Rohfütterung praktisch nicht bekannt.
  • Rohgefütterte Hund haben in der Regel viel weniger Zahnstein und in der Folge weniger Zahnprobleme.
  • Rohgefütterte  Hunde machen im Gesamtbild einen strafferen und festeren Eindruck
  • Die Näpfe sind viel voller, was gerade bei unseren immer hungrigen Labradore ein gutes Argument ist.

Diese Art der Ernährung ist weit weniger aufwändig und kompliziert, als befürchtet. 

Der Mehraufwand, und auch die, das darf man auch ruhig sagen, höheren Kosten - die aber in Relation zu den Kosten eines hochwertigen Trockenfutters/Naßfutters-  geringer ausfallen, als man meint, bringen aus unserer Sicht jedoch so viele Vorteile mit, dass wir diesen Mehraufwand und auch die Mehrkosten gerne aufwenden. 

 

Unsere Welpenkäufer bekommen beim Auszug einen individuell erstellen Welpenfutterplan für die Ernährung mit Frischfleisch und wir stehen gerne mit Rat und Hilfe zur Seite, falls jemand sich erstmals an die Rohfütterung annähern möchte.