31. Mai 2017

Nun liegt auch die 7. Lebenswoche unserer A-chen bereits hinter uns und sie haben viel erlebt:

 

Sie sind so aktiv und motorisch unglaublich mobil, dass es uns schwer fällt uns daran zu erinnern, wie so noch vor kurzem mit schwankendem Gang versuchten sich auf allen Vieren fort zu bewegen. Jetzt sind sie richtige kleine Hunde, eine muntere Schar, die wir permanent beaufsichtigen müssen, weil ihnen ständig etwas Neues einfällt!

 

Bei dem wunderbaren Wetter ist der Garten unser erweitertes Wohnzimmer, spätestens ab 11:00 Uhr sind wir für den Rest des Tages draussen und da wird nach Herzenslust gebuddelt, gegraben, getobt, in der Wassermuschel geplanscht und allerlei Unsinn gemacht.

 

Sie haben von Mama und Tante Maya gelernt, wie man einen Kong gekonnt ausleckt um sich bei der Hitze zu erfrischen, es gab die ersten Hühnerhälse, das fanden sie alle sechs einfach klasse, endlich hatten sie mal länger was von ihrem Essen!

 

Einzeln durften sie dann auch geschützt im Tragesack die kurze Löserunde von Maya&Millie begleiten. Haben sie alle ganz fein gemacht und sich dabei brav verhalten, nicht gepiept oder versucht rauszuklettern, sondern einfach nur drin gesessen und interessiert umhergesehen.

 

Wir können kaum glauben, dass unsere Babies schon 7 Wochen alt sind und sich die Zeit des Abschiednehmens nähert. Die Welpenelter dagegen warten sehnsüchtig, welcher Zwerg bei ihnen einziehen wird, denn das entscheiden wir erst nach dem Welpentest...

28. Mai 2017 

Jetzt sind unsere Kleinen schon gar nicht mehr so klein, sondern richtig taffe, agile Welpen. Der Welpenvater Mack war mit seiner Besitzerin Tosca Koster zu Besuch bei seinen Kindern und das war eine sehr gute Möglichkeit, dass die zukünftigen Welpenbesitzer die Gelegenheit bekamen auch den Vater der Welpen, der in den Niederlanden wohnt, kennenzulernen. Diese Gelegenheit bekommen nicht viele zukünftige Welpenbesitzer, und wir freuen uns, dass Tosca soviel Interesse an dem Wurf hat und sich schon das dritte Mal auf den weiten Weg nach Lilienthal gemacht hat.  Danke Tosca und Marcel! 

DIE Gelegenheit für den ersten Ausflug mit Mutter und Vater.

Die ersten Autofahrten haben sie erstaunlich gut gemeistert. Wir haben sie ca. 3 Stunden nach einer Mahlzeit und nach einer Spielrunde etwas schläfrig in das Auto verfrachtet. Mama sass schon drin. Ihre Milchleiste aber gut mit dem Body geschützt, damit die Kleinen ihre Mama, die ja nun keine Fluchtmöglichkeit hat, mit der geballter Kraft von ca. 30 kg immer hungriger Welpenpower überfallen.  Da kauen und saugen beruhigt, haben wir ihnen Kälbersticks gegeben und damit waren sie dann auch gut beschäftigt, so dass sich das Gemaunze sich deutlich in Grenzen hielt.

Es war gut, dass sie beim Einladen noch recht schläfrig waren. Das Rausheben war schon etwas schwieriger. Sie wollten alle raus, und zwar alle auf einmal. In den Burley hingegen wollten alle NICHT rein. Vier von ihnen blieb es trotzdem nicht erspart. Sie waren wie Quecksilber, fanden jede Lücke und ständig musste man sie wieder rein stopfen. Erst als die Fahrt beschleunigt wurde, blieben sie doch lieber freiwillig drin. Am Ziel ging es dann wieder sehr schnell raus. Wir haben ein schönes Waldpätzchen mit Moos, Bäumen, Totholz und Wiese ausgesucht. Das Wetter war mit fast 30 Grad sehr warm, aber dort ließ es gut aushalten. Nachdem sie erstmal etwas ehrfürchtig den Papa bewundert haben, sind sie dann mit Mama auf Entdeckertour gegangen. Ganz selbstverständlich blieben sie um sie und uns herum und hielten sehr gut Kontakt. Wir sassen dann auf Decken und alle Welpen spielten sehr gelassen um uns herum, machten kleine Entdeckertouren und staunten, als ihre Mama mit dem stattlichen schwarzen Rüden rumspielte. 

Dann gab es auch Picknick für die Kleinen. Ihre Mahlzeit (Fleisch mit Gemüse) wurde, wie immer, in ihren eigenen Näpfen - etwas entfernt von unserer Runde - aufgestellt. Auf den Doppelpfiff sind sie mittlerweile so gut konditioniert, dass sie sofort aufsprangen, allerdings nicht gleich die Richtung wussten. Mama wies sie dann ein und schnell waren sie an den Fleischtöpfen. Nach der Fressmahlzeit hat Millie dann noch ein letztes Mal ihre Welpen kurz gesäugt.  Sie hat dazu immer weniger Lust, weil diese wie die Wilden an ihr rumziehen. Lieb wie sie ist, lässt sie sie trotzdem gewähren, obwohl die Augen nur an Flucht denken.

Zeit zur Entwöhnung.

Nachdem Millie gefressen hat, müssen wir inzwischen ebenfalls aufpassen. Sie möchte dann sofort zu ihren Welpen und bricht ihnen ihre Mahlzeit vor. Dann fressen Mama und Kinder um die Wette. Es ist nicht schlimm, weil sie das gleiche Futter bekommen (Lammfleisch, Gemüse und Hühnerhälse), aber wir möchten schon, dass Millie nach Trächtigkeit, Geburt und Säugezeit ihre Mahlzeiten auch ganz bei sich behält. 

Danach war erstmal eine Runde Schlaf angesagt, die wir Menschen nett verplauderten und in der nächsten Wachphase haben wir den Rückweg mit noch munteren Welpen angetreten: 4 Welpen mussten in den Burley. Wollten sie nicht, mussten sie aber *grins* . Zwei andere wurden getragen. Diesmal klappte es alles besser. Nur beim Ausladen waren es nur drei Welpen. Ein Schwarzer fehlte zum Erschrecken. Fand sich schnell wieder ein. Irgendwie hat er es geschafft sich das hintere "Frachtabteil" durchzuzwängen. 

Nachdem wir dann Zuhause im kühlen Garten waren, waren auch die Welpen platt.

 

Der Welpentest steht in dieser Woche an, und wir hoffen, dass das Wetter nicht so warm ist. Danach fallen dann auch die von allen jetzt herbeigesehnten Entscheidungen, welcher Welpe bei welcher Familie einziehen wird, und welcher Welpe in Zukunft unser Rudel verstärken wird. Wir sind von allen Welpen begeistert. Sie sind so agil, neugierig, menschenbezogen und lustig. Sie tragen alles, was sich tragen lässt und haben alle einen sehr schönen Folgetrieb. Sie graben alle wie die Maulwürfe tiefe, sehr tiefe Löcher und sie reißen meinem kleinen Lieblingsahorn nicht nur, wie es es schon Tante Maya und Mama Millie getan haben, die Blätter und kleine Äste ab, welches er zwar zerzaust, aber sonst wohlbehalten überstanden hat, sondern sie graben dem armen 20 jährigen Ahorn auch die Wurzeln frei und was noch schlimmer ist: Sie ziehen ihm  - wie es das Rotwild gerne tut- die Rinde vom Stamm.  Das könnte sein Todesurteil sein.  

An der Holzverschalung unseres Holzhauses machen sie sich ebenfalls zu schaffen. Und das aufgesprühte Essigwasser hält sie nur kurzfristig davon ab, ihr Termitenwerk fortzusetzen. Dabei bekommen sie selbstverständlich Knabberzeugs, wie die geliebten, von unserer lieben Freundin Anne mitgebrachten Kälberblasen oder Rinderohren. Heute gab es auch das erste Mal für jeden Welpen einen Hühnerflügel. Diesen durften sie ganz exklusiv einzeln für sich alleine und ohne die Futtergier der Geschwister im Garten verspeisen. Haben sie alle ganz prima und fast schon routierniert gemacht. 

Allmählich wissen wir wieder, die Woche 7 und 8 machen es dem Züchter sehr plastisch klar: Das Herz ist groß und voller Liebe und Zuneigung zu jedem einzelnen von ihnen, aber schon in Kürze werden sie mehr brauchen, als wir ihnen hier trotz aller Aufmerksamkeit geben können. Mehr frischen Rasen, mehr frische Beete,  mehr kleine Ahornbäume und auch Zäune unter die man sich graben kann. Vielleicht auch eine Holzverschalung eines Holzhauses/Schuppen etc. und vielleicht einen Schwimmteich? 

Und sie wollen, dass auch andere Menschen sich an ihre Form der Gartengestaltung erfreuen.  Wenn man sich dann die  süssen dreckigen Buddelschnäuzchen anschaut kann man ihnen doch gar nicht böse sein.